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Hintergrund & Geschichte
Ziel Struktur Rechtsform Beirat |
Hintergrund/ Geschichte
Im Frühjahr 1999 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einen Wettbewerb zur Bildung von "Kompetenzzentren für die Medizintechnik" ausgeschrieben, um das Innovations- und Forschungspotenzial der deutschen medizintechnischen Industrie zu bündeln und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Das Kompetenzzentrum für Miniaturisierte Monitoring- und Interventionssysteme (MOTIV) gehört zu den acht Gewinnern des Wettbewerbs.
MOTIV ist ein dualregionales Zentrum, welches das im Strukturwandel befindliche Saarland mit dem Ballungsraum Berlin nachhaltig verknüpft. Partner innerhalb von MOTIV sind als Koordinator das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) in St. Ingbert/ Sulzbach und die Laser- und Medizin-Technologie GmbH Berlin (LMTB).
Ziel
Ziel des Kompetenzzentrums MOTIV ist es, interdisziplinäres Know-how sowie verfügbare technische und klinische Ressourcen für die Forschung, Entwicklung, Herstellung und Zulassung auf dem Gebiet der miniaturisierten Monitoring- und Interventionssysteme in Deutschland zu bündeln und eine Basis für eine anwendungsorientierte Forschung und wirtschaftliche Umsetzung in diesem Bereich bereitzustellen.
LMTB und IBMT besitzen langjährige Erfahrungen im Bereich der medizintechnischen Forschung, Entwicklung und produktnahen Umsetzung. MOTIV bündelt seine dual-regionale technische Infrastruktur und Kompetenz mit überregionalen Kooperationsstrukturen, um innovative, medizintechnische Projekte mit großem Marktpotenzial zu identifizieren und nachhaltig zu fördern.
Struktur
Das Zentrum wurde bei Gründung inhaltlich sehr breit in 3 Geschäftsbereiche gegliedert. Im Projektverlauf wurde jedoch ein deutlicher Fokussierungsbedarf für eine bessere Darstellung der Kompetenzen und Dienstleistungen von MOTIV erkennbar. Diesem Umstand Rechnung tragend, wurden die drei bisherigen Geschäftsbereiche zu den Bereichen "Miniaturisierte Systeme" und "Telemetrie & Telematik" zusammengefasst, wobei inhaltlich eine enge Verzahnung zwischen den beiden Geschäftsbereichen besteht.
Drei F&E-Projekte werden im Rahmen der zweiten Förderphase bearbeitet, zwei Projekte im Geschäftsbereich "Miniaturisierte Systeme" (Brain Shunt II, UGITT II) und ein Projekt im Geschäftsbereich "Telemetrie & Telematik" (Telco II). Aufgrund des starken Interesses der Industriepartner ist geplant, weitere Projekte durchzuführen.
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| Organisationsstruktur von MOTIV |
Sprecher von MOTIV ist Prof. G. R. Fuhr, Direktor des Fraunhofer-IBMT.
Stellvertretender Sprecher ist Dr. H. Albrecht, Sprecher der Geschäftsführung der LMTB.
Die Geschäftsstelle des Kompetenzzentrums ist in Sulzbach angesiedelt und wird von
Herrn J. Schmidt geführt. Der Kontakt zu den Kunden im Raum Berlin-Brandenburg wird
im Bedarfsfall über die Ansprechpartner in der LMTB, v. a. durch Herrn H.-J. Cappius,
als Außenstelle zur Geschäftsstelle Sulzbach gepflegt.
Geschäftsbereichsleiter dienen zur Stärkung der Außendarstellung sowie der Akquisition neuer F&E-Projekte und Dienstleistungsaufträge. Herr S. Kiefer, Leiter der Arbeitsgruppe "Home Care" am IBMT, leitet den Geschäftsbereich Telemetrie & Telematik, Stellvertreterin ist Frau D. Schädel (LMTB). Herr A. Schneider, Leiter der Arbeitsgruppe "Kompetenzzentren Biomedizintechnik" am IBMT, hat die Leitung des Geschäftsbereiches Miniaturisierte Systeme inne, Stellvertreterin ist Frau V. Knappe (LMTB).
Rechtsform
Ein Kooperationsvertrag zwischen der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. für ihr Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT und der Laser- und Medizin-Technologie GmbH Berlin LMTB wurde im November 2001 geschlossen. Dieser stellt die Basis für die operative Zusammenarbeit der beiden Partner im Rahmen des Kompetenzzentrums MOTIV dar.
Beirat
Für das Kompetenzzentrum wurde ein ständiger interdisziplinärer Beirat bestellt, der eine übergreifende und breite fachliche Kompetenz besitzt und in dem anerkannte Vertreter der medizinischen Versorgung, der Industrie sowie der Forschungs- und Gesundheitspolitik vertreten sind. Durch sein Votum entscheidet er über die wirtschafts- und forschungspolitische Zielsetzung der im Kompetenzzentrum zu unterstützenden Projekte und Aktivitäten. Im Rahmen der Entscheidungsfindung und Förderempfehlung für Verbundprojekte in den Geschäftsbereichen werden über Vertreter des Beirates die Aspekte Ethik, Sozialmedizin, sozio-ökonomische Bewertung, Produktzulassung sowie Finanzierung innovativer Produkt- und Verfahrensentwicklungen berücksichtigt.
Mitglieder des Beirats
- Dr. Franz GADOMSKI, Präsident Ärztekammer Saar, Saarbrücken
- Dr. Sven-Peter HEYN, Investment Manager Gradus Venture GmbH, Berlin
- Prof. Dr. Helmuth HUTTEN, Direktor Institut für Elektro- und Biomedizinische Technik, Graz
- Dr. Christoph STRAUB, Vorstand Techniker-Krankenkasse, Hamburg
- Rolf D. MÜLLER, Vorstandsvorsitzender AOK Berlin
- Daniela SCHLEGEL-FRIEDRICH, Staatssekretärin Saarländisches Wirtschaftsministerium, Saarbrücken (oder Vertreter/in)
- Dr. Johannes TSCHEPE, Geschäftsführer MGB Endoskopische Geräte GmbH, Berlin.
Funktionen des Beirats
- Entscheidung über die wirtschafts- und forschungspolitische Zielsetzung im Rahmen der im Kompetenzzentrum unterstützten Projekte, Veranstaltungen und Aktivitäten
- Einbindung bestehender regionaler und überregionaler Einrichtungen und Netzwerke zur Stärkung der Forschungsinfrastruktur und zur Wirtschafts- und Forschungsförderung
- Bewertung von Anwendungsszenarien
- Evaluierung von Verbundprojekten (technisch und klinisch)
- Gesundheitsökonomische und sozialmedizinische Bewertung von Projektvorschlägen
- Bewertung der ökonomischen Rahmenbedingungen und Marktchancen
- Vorschlag von Verbundprojekten für eine Förderung durch das BMBF
- Erfolgskontrolle und Prüfung der Nachhaltigkeit von staatlich geförderten Verbundprojekten
Diese ausgewählten sieben Mitglieder decken die für die Medizintechnik wichtigen gesundheitsökonomischen Kompetenzen ab: Dr. F. Gadomski und Prof. H. Hutten vertreten die Ärzteschaft und die biomedizintechnische Wissenschaft, die Krankenkassen werden durch Herrn R. D. Müller und Herrn Dr. Ch. Straub repräsentiert, die Bewertung aus Sicht der Politik wird durch Frau D. Schlegel-Friedrich einbezogen und die Kapitalgeber und Industrie werden durch Dr. S.-P. Heyn und Dr. J. Tschepe vertreten. Letzterer wurde auf der ersten Beiratssitzung 2001 zum Vorsitzenden des Beirates gewählt.



